Von der Verteidigungsministerin soll die Bundeswehr als attraktiver Arbeitgeber umgebaut werden. Neben der Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit kommt die Frage auf, wie es den Soldaten finanziell ergeht. Bei der Modernisierung sieht Ursula von der Leyen bei der Bundeswehr vor, Jobs für Soldaten attraktiver zu gestalten. Dabei wird von anderer „Führungs- und Organisationskultur“, „Weiterbildung“ und „Telearbeit“ gesprochen, von Gehaltserhöhungen ist allerdings nicht die Rede. Die Verpflichtung als Zeitsoldaten kann für unterschiedliche Zeiträume gewählt werden, zum Beispiel für zwei, sechs oder fünfzehn Jahre. Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ist eine Einstellung als Berufssoldaten möglich. Berufssoldaten gelten dann, mit einigen Unterschieden, als Beamte. Das bedeutet keine Abgaben an die Sozialversicherung, allerdings die Abgabe in eine Pflegeversicherung. Berufssoldaten erhalten freie Heilfürsorge und werden somit bei jeglichen Krankheiten oder Verletzungen von Ärzten oder in Krankenhäusern der Bundeswehr behandelt. Dadurch entfällt die Krankenversicherung. Von dem Bruttogehalt werden also nur Steuern abgezogen, der Rest wird netto für brutto ausbezahlt. Soldaten können einige steuerliche Vorteile nutzen. Steuerlich absetzbar sind der Weg zur Stammkaserne und die Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit. Abzusetzen sind ebenso sämtliche Ausbildungslehrgänge und Aufenthalte auf Dienstreisen und Truppenübungsplätzen. Dem gewählten Beruf des Soldaten steht eine notwendige Flexibilität entgegen. Denn die Stammkaserne kann an einem anderen Ort sein und nicht wo die Familie zu Hause ist. Manchmal muss ein auswärtiger Arbeitsort in Kauf genommen werden. Berufssoldaten sind nicht während der ganzen Laufbahn in derselben Kaserne stationiert, es müssen häufige Versetzungen hingenommen werden. Der Verdienst eines Feldwebels beläuft sich nach drei Jahren Dienstzeit zwischen 2200 und 2300 Euro brutto im Monat. Dieser ist dann bereits Unteroffizier mit Portepee, im Ranggefüge etwa im oberen Mittelfeld. Ein einfacher Gefreiter nach der Grundausbildung steigt mit 1950 Euro in den gewählten Beruf ein. Durch die fehlende Versicherung der Sozial- und Krankenkassenbeiträge sind Soldaten besser gestellt als normale Arbeitnehmer, der Sold jedoch ist eher niedrig.
Vor- und Nachteile eines Soldaten im Alltag
Es ist nicht einfach, Berufssoldat zu werden und nur fast jeder zehnte Bewerber wird als Berufssoldat verpflichtet. Sind jedoch die Voraussetzungen erfüllt, genießen Berufssoldaten viele Vorteile.
Berufssoldaten bei der Bundeswehr und die Voraussetzungen
Zum Berufssoldaten bei der Bundeswehr muss zunächst ein Eignungstest bestanden werden und die anschließende Verpflichtung als Soldat auf Zeit (SaZ). Dies kann direkt nach dem freiwilligen Wehrdienst geschehen. Für Soldaten auf Zeit, die eine Ausbildung zum Feldwebel oder Offizier hinter sich haben, bietet sich die Möglichkeit, einen Antrag in ein Berufssoldat-Dienstverhältnis zu stellen. Allerdings stehen meist zehn Bewerber für eine offene Stelle zum Berufssoldaten an, daher ist das Verfahren zur Auswahl relativ streng. Ausgewählt werden nur Soldaten, die besondere Leistungen als Soldaten auf Zeit vorzeigen können. Als Berufssoldat oder Berufssoldatin kann nur in wenigen Ausnahmefällen der Einstieg in die Bundeswehr gelingen. Dabei sind das Alter von mindestens 24 Jahren und die deutsche Staatsangehörigkeit wichtig. Unter forum-wehrpflicht.de kann der Weg eines Berufssoldaten erfahren werden.
Die Ausnahme zum Berufsoffiziersanwärter
Offiziersanwärter können nach Absolvierung eines wissenschaftlichen Hochschulstudiums und Vorweisung guter Testergebnisse direkt als Berufssoldaten übernommen werden. Daneben die Zusage von der Offiziersbewerberprüfzentrale in Köln. Allerdings erfolgt die Übernahme erst einige Jahre nach der Einstellung und in dieser Zeit muss sich der Anwärter beweisen.
Bundeswehrsoldaten und das Gehalt
Bei der Vergütung eines Berufssoldaten spielen viele Faktoren eine wesentliche Entscheidung. Bedeutend ist der Dienstgrad eines Berufssoldaten, das Dienstalter und Diensterfahrung. Dazu gibt es eine Gehaltstabelle der Bundeswehr vom Stand August 2013. Des Weiteren Familienzuschläge, die sich nach Dienstgrad unterscheiden. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich ebenfalls nach dem Familienstand des Soldaten, also verheiratet oder nicht. Genaueres gibt es direkt auf forum-wehrpflicht.de. Das Gehalt eines Berufssoldaten ist eine gute Voraussetzung für ein Konto und einer Kreditkarte.
Weitere Vorteile in der Karriere als Berufssoldat
Berufssoldaten genießen den Status eines Beamten und besitzen dadurch viele Rechte und Pflichten. Wie eine besondere Dienst- und Treuepflicht dem Dienstherren gegenüber. Der Dienstherr verpflichtet sich dagegen seinen Beamten gegenüber der besonderen Fürsorge. Dazu gehört eine angemessene Besoldung, Versorgung im Falle einer Krankheit und im Ruhestand die Gewährung von Pensionen, die sich nach der Dauer des Dienstes richtet. Jeder Berufssoldat hat einen Anspruch auf Rentenbezüge, obwohl keine Beiträge in die Rentenversicherung geflossen sind.